Symptome von Endometriose

Endometriose beschreibt eine Krankheit, bei der es zu einer Fehl-Ansiedlung von Gewebe, welches eine große Ähnlichkeit mit den Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) besitzt, außerhalb der Gebärmutterhöhle kommt. Aktuelle Hypothesen der Ursachenforschung gehen davon aus, dass dieses Gewebe sich aus ehemaligen Zellen der Gebärmutterschleimhaut entwickelt.

Die fehlerhaft angesiedelten Zellen bilden an ihren neuen Bestimmungsorten Gewebe, welches sich auch vergleichbar mit denen des Endometriums verhält, da diese Zellen immer noch die einstige original „Programmierung“ innehaben. Aus diesem Grund lassen sich diese Zellen auch außerhalb der Gebärmutterschleimhaut von dem weiblichen Zyklus beeinflussen und reagieren auf hormonelle Veränderungen.

Der weibliche Zyklus

Zum Verständnis der Beeinträchtigung durch das fehlplatzierte Gewebe ist das Wissen über die Funktionsweise der ursprünglichen Zellen in Abhängigkeit des weiblichen Zyklus unabdingbar. Um sich auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten, wird die Gebärmutterschleimhaut durch hormonellen Einfluss während des Menstruationszyklus aufgebaut.

Die Symptome von EndometrioseWenn keine Einnistung stattfindet und der Hormonspiegel sich verändert, zerfällt die vorbereitete Gebärmutter-Schleimhautschicht wieder und wird letztlich abgestoßen. Als Ergebnis dieser Abstoßung folgen die Regelblutung und der Beginn eines neuen Zyklus, der den erneuten Aufbau der Schleimhautschicht zur Folge hat.

Auch das Gewebe der fehlgeleiteten Gebärmutterschleimhaut-Zellen unterliegt den hormonellen Einflüssen und verändert sich während des Zyklus, entsprechend der originalen Funktion. Dieses Verhalten führt insbesondere während der Regelblutung zu den stärksten Beschwerden, da diese Endometrioseherde auch Substanzen freisetzen, die zu einer Gewebereaktion führen können.

Manchmal, wie im Falle einer Endometriosezyste im Eierstock, werden auch mehrere Lagen Gewebe während des Zyklus aufgebaut. Beim Zyklusende und dem damit einhegenden Schleimhaut-Abbau können sich diese Reste dann als alt-blutige Flüssigkeit ansammeln. Auch Endometriose bedingte Läsionen am Bauchfell, die in der Regel sehr klein (stecknadelkopfgroß) sind, bauen in ihren Drüsen ebenfalls alt-bräunliches Blut ab. Dadurch erscheinen diese Endometrioseherde oftmals schwarz.

Symptomatische Beschwerden der Endometriose

Ob überhaupt Beschwerden auftreten und in welcher Stärke, ist individuell unterschiedlich. Nach Schätzungen treten Symptome nur bei 60 bis 70 Prozent der Betroffenen überhaupt auf. Die typischen Beschwerden der Endometriose sind:

  • Schwere bis unerträgliche Regelschmerzen
  • Häufig wiederkehrende oder gar chronische Unterbauchschmerzen
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, Wasserlassen oder Stuhlgang
  • Regelmäßige Rückenschmerzen
  • Regelstörungen und Blutungsunregelmäßigkeiten
  • Unfruchtbarkeit, verursacht durch Verklebung oder Veränderungen der Eileiter oder der Eierstöcke

Aufgrund des zyklischen Verhaltens der Endometrioseherde treten auch die Symptome der Krankheit meistens entsprechend regelmäßig auf. Viele Frauen berichten, dass sie kurz vor der Monatsblutung am stärksten betroffen sind. Bei einem Fortschritt der Erkrankung und der Entzündung des betroffenen Gewebes können die Symptome allerdings auch chronisch bestehen bleiben.

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