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| Definition
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Als Sterilität
bezeichnet man die Unfruchtbarkeit der Frau oder die Zeugungsunfähigkeit
des Mannes. Fälschlicherweise wird der Begriff Sterilität oft synonym
für Infertilität verwendet. Als Infertilität bezeichnet man die
Unfähigkeit einer Frau, eine Schwangerschaft bis zu einem lebensfähigen
Kind auszutragen, obwohl eine Befruchtung primär möglich ist. Wenn der
weibliche Partner eines Paares mit Kinderwunsch noch nie schwanger war,
spricht man von primärer Infertilität; von sekundärer Infertilität
spricht man, wenn die betreffende Frau schon einmal schwanger war (ohne
dass die Schwangerschaft ausgetragen worden sein muß), es aber trotz
des neuerlichen Kinderwunsches zu keiner weiteren Schwangerschaft oder
lediglich zu wiederholten Fehlgeburten gekommen ist. Kommt es dreimal
hintereinander oder noch häufiger zu einer Fehlgeburt, so wird dieses
Krankheitsbild als habitueller Abort bezeichnet. Etwa 90% der Frauen
mit Kinderwunsch sollten innerhalb eines Jahres durch ungeschützten Geschlechtsverkehr
ohne ärztliche Hilfe, dh. auf natürlichem Wege, schwanger werden.
| Ursachen
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Partnerspezifisch
liegt in bis zu 40% aller Fälle die Ursache beim Mann und in bis
zu 55% der Fälle bei der Frau. Bei etwa 10% aller Paare ist es
trotz aller Untersuchungen bis heute nicht möglich, eine Ursache für den
unerfüllten Kinderwunsch zu finden; in diesen Fällen spricht man von ungeklärter
Infertilität ("unexplained infertility").
Neben routinemäßigen Hormonuntersuchungen zu unterschiedlichen
Zeitpunkten des Menstruationszyklus umfassen die weiteren, nicht-invasiven,
diagnostischen Schritte zur Abklärung eines Paares mit Kinderwunsch die
Untersuchung des männlichen Samens (Spermiogramm) und die Überprüfung
der regulären Funktion der Eierstöcke sowie der Zusammensetzung
und Samenverträglichkeit des Scheidensekrets. Nach Ausschluß
dieser sog. funktionellen Ursachen gibt es eine Reihe von sog. organischen
Ursachen, die in weiterer Folge abgeklärt werden müssen. Hierzu zählen
in erster Linie Erkrankungen, welche die Funktion oder Durchgängigkeit
der Eileiter beeinträchtigen, wie zB. Entzündungen, Verwachsungen
oder die Endometriose
und solche die die Gebärmutter betreffen, wie zB. Polypen, Myome,
Verwachsungen oder Fehlbildungen. Angeborene Fehlbildungen und
erworbene Erkrankungen der Eileiter und/oder der Gebärmutter sind in bis
zu 40% der Fälle für einen unerfüllten Kinderwunsch bzw. für Fehlgeburten
verantwortlich.
Eine ebenso komplexe Symptomatik stellt sich bei Patientinnen mit wiederholten
Fehlgeburten /Abortus Habitualis). Auf diesem Gebiet haben sich
in jüngster Zeit entscheidende neue Erkenntnisse aus der Forschung ergeben,
die eine exakte Diagnostik durch Ausschluss einer ganzen Palette möglicher
Ursachen (Vererbung, Infektionen, Hormonmangel, Missbildungen
der Gebärmutter, immunologische Abstoßungsreaktionen, etc.)
und eine in vielen Fällen höchst erfolgreiche medikamentöse Therapie
ermöglichen.
| Diagnose |
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Nach Ausschluss
aller funktionellen Störungen kann die Durchgängigkeit der Eileiter mittels
eines Eileiterröntgens (Hysterosalpingographie) überprüft werden.
Bei dieser Untersuchung (ohne Narkose) wird ein Kontrastmittel über die
Scheide in die Gebärmutter gespritzt und der Abfluß des Kontrastmittels
über die beiden Eileiter in die Bauchhöhle in einer Serie von Röntgenbildern
dokumentiert. Diese Untersuchung wird üblicherweise in der 2.Woche nach
Beginn der Regelblutung durchgeführt, ist manchmal schmerzhaft und nicht
immer aussagekräftig. Erkrankungen oder Fehlbildungen der Gebärmutter
können durch eine einfache Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
abgeklärt werden, wobei auch eine Gewebsprobe der Gebärmutterschleimhaut
entnommen werden sollte, die wiederum Rückschlüsse auf die Funktion der
Eierstöcke ermöglicht.
Hysteroskopie und diagnostische
Laparoskopie gelten heute als Methoden der Wahl zur Abklärung organischer
Ursachen bei Kinderwunschpatientinnen. Die Laparoskopie bietet die Möglichkeit,
den gesamten Bauchraum, die Eileiter, Eierstöcke und äußere Gebärmutter
zu inspizieren, Abstriche von den Eileitern zum Ausschluss einer Infektion
durch Bakterien oder Chlamydien zu entnehmen, und die Durchgängigkeit
der Eileiter genauer zu prüfen. Mit dieser invasiven Untersuchung in Narkose
können in einer Sitzung eine ganze Reihe möglicher Ursachen der Sterilität
ausgeschlossen oder aber bestätigt und oft gleichzeitig behandelt werden,
so zB. Myome, Endometriose, Verklebungen der Eileiter und krankhafte Veränderungen
der Eierstöcke. Um bei dieser Gelegenheit auch die Gebärmutterhöhle abzuklären,
wird die diagnostische Laparoskopie üblicherweise mit einer Gebärmutterspiegelung
kombiniert.
Bei Patientinnen mit wiederholten Fehlgeburten müssen zusätzlich folgende
Faktoren abgeklärt werden:
- genetische Ursachen
(Chromosomenanalyse beider Partner)
- Infektionen, die
häufig ohne Symptome ablaufen (Ureaplasmen, Chlamydien, Toxoplasmen;
ggf.Röteln, Cytomegalie und Herpes simplex)
- Mangel an Schwangerschaftshormon
(Progesteron) in der zweiten Zyklushälfte = Lutealinsuffizienz
- Funktionsstörungen
der Eierstöcke, der Schilddrüse, der Nebennieren sowie der Hirnanhangsdrüse
- immunologisch
bedingte Abstoßungsreaktionen der Mutter gegen das Kind (Antiphospholipidsyndrom)
Therapie
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Mit Hilfe der gynäkologischen
Endoskopie können zahlreiche Erkrankungen - die letztlich ursächlich für
einen langjährig unerfüllten Kinderwunsch verantwortlich sind - nicht
nur erkannt, sondern auch operativ saniert werden. Dazu zählen vor allem
die Endometriose, Myome
und Verwachsungen, zystische oder entzündliche Veränderungen an den Eileitern
oder Eierstöcken. Im Rahmen der operativen
Laparoskopie können auch plastische und rekonstruktive Operationen
zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter (zB. nach Eileiterunterbindung
oder erworbener Schädigung) durchgeführt werden.
Endofem kooperiert mit namhaften Experten auf dem Gebiet der Sterilitätsbehandlung
und künstlichen Befruchtung.
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Fallbeispiel

Fehlgeburt:
abgestorbener Fötus
in der Gebärmutter.
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Laparoskopie:
gesunder "offener" rechter Eileiter.
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Krankhaft aufgetriebener und verschlossener Eileiter (Sacdosalpinx).
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Angeborene Fehlbildung mit zwei Gebärmutter-Hörnern.
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"Offener"
linker Eileiter - Blaulösung fliesst frei in die Bauchhöhle).
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